Geschichte

Die Vereinsgeschichte der UNITAS begann schon im Jahr 1925, als der Mandolinenclub und der katholische Jünglingsverein sich entschlossen, einen Sportverein zu gründen. Im Bezirk Solingen war der Sportbund DJK UNITAS Haan einer der ersten Vereine. Es wurden Turn-, Leichtathletik-, Handball, Fußball- und Faustballabteilungen gegründet. Sangesfreudige und musizierende Mitglieder bildeten sogar eine Gesangsabteilung, den heutigen “Städtischen Singverein Haan”.

Auflösung durch die Nationalsozialisten und Wiedergründung 1948

Den Nationalsozialisten waren Vereine mit einer christlichen Weltanschauung hinderlich und so endete die erste Vereinszeit bereits 1934. Es zeugt von einem bewundernswerten Idealismus und einer trotzigen Zuversicht eines Kreises ehemaliger Handballspieler, die UNITAS im Jahre 1948 ins Leben zurückzurufen. Dies auch vor dem Hintergrund, dass man zahlenmäßig nicht in der Lage war, eine Seniorenmannschaft zu stellen, und sofort mit der Jugendarbeit begann. Etwa zehn Jahre später spielte man in der Landesliga, der damals zweithöchsten Spielklasse überhaupt.

Damals wie heute – Jugend als Basis des Vereins

Ob Aufstiegsfreuden oder Abstiegssorgen, im “Talentschuppen” der Jugendabteilung wurde stets weiter gearbeitet. Mitte der 60er Jahre, nachdem einige Spieler ihre aktive Laufbahn beendeten, musste mit einem völligen Neuaufbau durch junge Spieler begonnen werden. Mit der Errichtung der Sporthalle Adlerstraße 1971 hatte der Hallenhandballsport den Feldhandball in Haan fast abgelöst. 1976 wurde eine Damen- und Mädchenabteilung gegründet, die beachtliche Erfolge bis hin zur Regionalliga erzielte.

In den 80er Jahren legte man den Grundstein für den Erfolg der ersten Herrenmannschaft. Aufstieg in die Verbandsliga 1982, in die Oberliga 1986, in die Regionalliga 1988; und das mit fast ausschließlich Haaner “Eigengewächsen”. Als 1992 die Damen-Regionalligamannschaft nur noch aus fünf Haanerinnen bestand und die Zuschauerresonanz nachließ, zog man die Damen aus der Regionalliga zurück.

18 Jahre 3. Liga

Die Herren machten ihren Weg in der Regionalliga und erreichten um den Aufstieg in die zweite Bundesliga eine Play-off-Teilnahme nach der anderen und dabei beachtliche Platzierungen. Insgesamt achtmal nahm die UNITAS an den Aufstiegsspielen teil, wurde einmal Staffelmeister und viermal Vizemeister. Die Bilanz: 454 Spiele, 10396:10120 Tore und 507:401 Punkte mit insgesamt 86 Spielern. Die UNITAS war der sportliche Leistungsträger im Kreis und das Aushängeschild der Gartenstadt.

Nach 18 Jahren Regionalliga-Zugehörigkeit war dann leider Schluss. Die Verantwortlichen der UNITAS mussten 2006 eingestehen, dass der große finanzielle Aufwand für den bezahlten Handballsport nicht mehr ohne professionelle Strukturen, die der UNITAS fehlten, zu bewältigen war. Die Mitgliederversammlung beschloss den Neuaufbau und das Projekt UNITAS 2010++.

UNITAS heute

Das Projekt UNITAS 2010++ beinhaltet folgende Eckpunkte:

1. Entschuldung des Vereins durch drastische Sparmaßnahmen und Schaffung neuer Strukturen
2. Stärkung der Jugendarbeit als Basis für eine erfolgreiche Zukunft
3. Rückkehr in obere Spielklassen

So stiegen die 1. Herren und 1. Damen direkt im ersten Jahr nach dem Neuaufbau 2007 von der Landesliga in die Verbandsliga sowie die zweiten Herren in die Bezirksliga auf. Außerdem wurde zur Stärkung der Jugendarbeit mit der Hildener AT ein starker Partner gefunden. Die JSG UNITAS Haan / Hildener AT ist sehr erfolgreich gestartet und stellte bereits im ersten Jahr mit der männlichen B-, weiblichen und männlichen C- und gemischten D-Jugend vier Kreismeister im Handballkreis Düsseldorf.

Seit 2014 spielt die 1. Herrenmannschaft in der Oberliga Niederrhein, die 2. Herrenmannschaft seit 2016 in der Verbandsliga Niederrhein.

Das Ziel der UNITAS ist eindeutig

Die UNITAS will zurück in die oberen Spielklassen – sobald die notwendigen finanziellen und strukturellen Rahmenbedingungen geschaffen sind. Das ist natürlich nur mit den erforderlichen Sponsoren möglich, von denen viele treu geblieben sind und den Neuanfang unterstützen.

Bei allen Höhen und Tiefen hat sich die UNITAS bis heute etwas bewahrt: Die Erfahrung von Freundschaft und Gemeinschaft im Hinblick auf ein sportliches Ziel hat sich in der Vergangenheit und wird sich in Zukunft positiv auf die Entwicklung der Spieler und somit des Vereins auswirken.